Kunsttherapie ist ein Weg zu dem, was sich mit Worten nicht fassen lässt. In einem geschützten Raum drückst du über Farbe, Form und Material aus, was in dir lebt. Es braucht dafür kein Talent und keine Erfahrung, nur die Bereitschaft, hinzuschauen.
Maila ist ausgebildete anthroposophische Kunsttherapeutin, Fachrichtung Gestaltungs- und Maltherapie, an der atka in Dornach. Dieser Film der Plastikschule Dornach gibt dir einen Eindruck von der Tradition, aus der ihre Arbeit schöpft: dem therapeutischen Gestalten mit den Händen.
Viele Menschen denken bei Kunst an Talent, an Können, das man hat oder eben nicht. In der Kunsttherapie erlebe ich täglich das Gegenteil. Kreativität ist vor allem eine Sprache. Sie beginnt dort, wo Worte aufhören. Von dort aus spricht sie direkt mit deinem Körper, deinem Nervensystem und deinen Gefühlen.
Es geht nie darum, ein schönes Bild zu schaffen. Es geht um den Prozess, um das, was sichtbar wird, wenn du einer Form, einer Farbe oder einem Material Raum gibst. Oft zeigt sich dabei etwas, das du in Worten nie hättest sagen können.
Das ist keine schöne Theorie, es ist spürbar. Wenn du gestaltest, kann dein Stresshormon Cortisol sinken, Dopamin steigen und dein Nervensystem sich regulieren. Kreativer Ausdruck ist damit kein Luxus für die Freizeit. Er ist ein Weg zurück zu dir selbst.
Meine Kunsttherapie ist plastisch-bildnerisch. Das bedeutet, dass wir mit den Händen arbeiten: mit Farbe auf Papier, mit Ölpastell und Collage, vor allem aber auch mit Ton, der sich formen, drücken und immer wieder verändern lässt. Gerade das Plastizieren bringt etwas in Bewegung, das beim reinen Nachdenken stecken bleibt. Eine Form, die unter deinen Händen entsteht, zeigt oft sehr genau, ob du gerade festhältst, suchst oder schon loslassen kannst.
Der Hintergrund meiner Arbeit ist anthroposophisch. Die anthroposophische Kunsttherapie geht auf das Menschenbild Rudolf Steiners zurück und sieht den Menschen als Einheit aus Körper, Seele und Geist. Farben und Formen haben in diesem Verständnis eigene Qualitäten: Ein warmes Rot wirkt anders auf dich als ein kühles Blau, eine runde Form anders als eine kantige. Mit diesen Qualitäten arbeiten wir bewusst, ohne dass du dafür etwas wissen musst.
In der Lebensmitte kommt vieles gleichzeitig in Bewegung. Der Körper verändert sich, alte Themen melden sich und es bleibt eine Sehnsucht, die schwer in Worte zu fassen ist. Kunsttherapie setzt genau dort an, wo das Reden an seine Grenze stösst.
Was sich nicht sagen lässt, darf gestaltet werden und wird dadurch fassbar. Farbe und Form geben dem Unaussprechlichen eine Gestalt.
Gestalten wirkt körperlich. Der Puls beruhigt sich, das Stressniveau sinkt, du kommst aus dem Kopf zurück in den Moment.
Im geschützten Raum zeigt sich, was in dir wirkt. Du lernst dich auf eine Weise kennen, die über das Nachdenken hinausgeht.
In der Verbindung von Kunst und Bewegung darf Veränderung leicht geschehen, fast wie von selbst, in deinem Tempo.
Ich begleite vor allem Frauen in der Lebensmitte, in der Perimenopause, in den Wechseljahren oder in einer Phase der Neuorientierung. Viele kommen mit einem diffusen Gefühl, dass etwas nicht mehr stimmt. Der Körper verändert sich und lässt sich nicht mehr so leicht einordnen, die Stimmung schwankt, alte Themen melden sich zurück.
Kunsttherapie passt zu dir, wenn du spürst, dass Worte gerade nicht ausreichen, wenn du im Alltag viel gibst und selten bei dir ankommst oder wenn du dich nach einem Raum sehnst, in dem du nichts leisten musst. Sie passt auch dann, wenn du dich für völlig unkünstlerisch hältst. Wer seit der Schulzeit keinen Pinsel mehr in der Hand hatte, bringt oft die freieste Haltung mit.
Zur Klarheit gehört auch, wo Kunsttherapie allein nicht der richtige Rahmen ist. Bei einer akuten psychischen Krise, einer schweren Depression oder Traumafolgen braucht es zuerst eine ärztliche oder psychotherapeutische Fachperson. Wo dein Anliegen über meine Kompetenz hinausgeht, sage ich dir das offen. Kunsttherapie kann dann eine wertvolle Ergänzung sein.
Jede Kunsttherapie-Einheit ist anders, weil du jedes Mal mit etwas anderem kommst. Vier Elemente tragen aber fast immer durch die Stunde und geben dir Halt. Wie lange eine Einheit dauert und wie oft wir uns sehen, hängt vom Rahmen ab, den du wählst. In der 1:1 Premium Begleitung arbeiten wir wöchentlich in Einzelsessions von drei Stunden, in denen Kunsttherapie, Hormonyoga und Biografiearbeit ineinandergreifen. In den Gruppen fliesst das Gestalten in den gemeinsamen Prozess ein. Welche Form zu dir passt, klären wir im kostenlosen Erstgespräch.
Wir beginnen mit ein paar Atemzügen und der Frage, was gerade da ist. Was dich beschäftigt, darf mit in den Raum, ohne dass du es erklären musst.
Aus einem Impuls heraus arbeitest du mit Farbe, Ton oder Material. Wo es hilft, gebe ich Anregungen. Wo dein Prozess eigene Wege geht, halte ich mich zurück.
Am Ende schauen wir gemeinsam auf das, was entstanden ist. Ich deute dein Bild nicht von aussen. Du erzählst, was du siehst und was es in dir bewegt.
Oft nimmst du eine kleine Anregung für die Zeit bis zum nächsten Mal mit. So wächst Schritt für Schritt eine eigene Praxis, die du auch ohne mich weiterführen kannst.
Wer in Bern nach einer kreativen Begleitung sucht, stösst auf viele Begriffe: Kunsttherapie, Maltherapie, Gestaltungstherapie, Mal- und Gestaltungstherapie. Der Unterschied ist in einfachen Worten schnell erklärt.
Kunsttherapie ist der Oberbegriff. Er umfasst alle Wege, bei denen künstlerisches Tun den Zugang zu inneren Prozessen öffnet.
Maltherapie legt den Schwerpunkt auf Farbe und Pinsel. Du malst und das Bild wird zum Spiegel dessen, was in dir lebt. Gestaltungstherapie bezieht zusätzlich das dreidimensionale Arbeiten mit ein, etwa mit Ton oder anderem Material. Was mit den Händen geformt wird, fühlt sich oft noch unmittelbarer im Körper an.
Meine Fachrichtung heisst Gestaltungs- und Maltherapie und verbindet beides. Wenn du also nach Mal- und Kunsttherapie in Bern suchst, nach einer Maltherapeutin oder nach Mal- und Gestaltungstherapie, findest du bei mir genau diese Verbindung. Mein Schwerpunkt liegt im plastisch-bildnerischen Gestalten: Malen und Plastizieren ergänzen sich, je nachdem, was du gerade brauchst.
Ich lebe und arbeite in Bern, an der Aare, die CreAare ihren Namen gibt. Die Einheiten vor Ort finden in Bern statt, in einem ruhigen Rahmen, in dem Farbe, Ton und Zeit bereitliegen. Den genauen Ort und die organisatorischen Details besprechen wir im kostenlosen Erstgespräch.
Viele Frauen suchen nach ambulanter Kunsttherapie in Bern, also nach einer Begleitung, die neben dem Alltag läuft und keinen Klinikaufenthalt voraussetzt. Genau so arbeite ich: Du kommst zu deinen Einheiten und gehst danach zurück in dein Leben, wo sich das Erlebte weiter setzen darf. Meine Begleitung ist dabei ganzheitlich und keine Therapie im klinischen Sinn.
Wenn der Weg nach Bern für dich zu weit ist, begleite ich dich online, im ganzen deutschsprachigen Raum. Du arbeitest dann zu Hause mit einfachem Material, das wir vorher gemeinsam besprechen, während ich über die Kamera bei dir bin. So findet das Gestalten einen Platz in deinem Zuhause.
Die Stärke meiner Arbeit liegt in der Verbindung. Kunsttherapie öffnet den Ausdruck, Hormonyoga bringt dich über Haltungen, Atem und Energielenkung in Kontakt mit deinem Körper und Biografiearbeit hilft dir, deine Lebensgeschichte zu ordnen. Wenn Kunst und Bewegung zusammenkommen, geschieht Veränderung oft mit erstaunlicher Leichtigkeit.
Ein Beispiel aus dem Ablauf: Nach einer Hormonyoga-Sequenz ist der Körper wach und das Nervensystem ruhiger. Wer dann zum Pinsel oder zum Ton greift, gestaltet oft freier, weil der Kopf etwas leiser geworden ist. Umgekehrt kann ein Bild eine Frage aufwerfen, der wir in der Biografiearbeit weiter nachgehen.
Kunsttherapie ist Teil aller drei Angebote von CreAare: der achtwöchigen Gruppe Verkörperte Balance in Bern, des zwölfwöchigen Signature Programms in der Gruppe oder 1:1 sowie der 1:1 Premium Begleitung in Bern oder online. Jedes Angebot beginnt mit einem kostenlosen Erst- oder Vorgespräch. Mehr Hintergrund findest du in den Beiträgen Kunsttherapie in den Wechseljahren und Biographiearbeit in der Lebensmitte.
Maila hat die berufsbegleitende Ausbildung zur Kunsttherapeutin, Fachrichtung Gestaltungs- und Maltherapie, an der atka (Anthroposophische Akademie für Therapie und Kunst) in Dornach abgeschlossen. Ihre Methode ist das plastisch-therapeutische Gestalten.
Diese Ausbildung ist das Fundament ihrer Arbeit. Sie verbindet fundiertes Wissen über kreative Prozesse mit einer tiefen, wertschätzenden Begleitung, immer auf Augenhöhe und mit dem Ziel, dass du deinen Weg gestärkt allein weitergehen kannst.
Ihr Weg in die Kunsttherapie begann 2012 mit der Malgestaltungstherapie. Von 2016 bis 2019 war sie stellvertretende Lehrkraft an einer Rudolf-Steiner-Schule, 2020 schloss sie die Ausbildung zur Kunsttherapeutin ab und begann mit der kunsttherapeutischen Begleitung in Bern. Seit 2023 arbeitet sie zudem als Kunsttherapeutin am Sozialtherapeutischen Institut mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Ergänzt wird dieses Fundament durch eine Weiterbildung in Biografiearbeit nach anthroposophischem Ansatz (2024) und die Ausbildung zur Hormon-Yoga-Therapeutin nach Dinah Rodrigues (2025).
Wer selbst über eine Ausbildung in anthroposophischer Kunsttherapie nachdenkt, erfährt im Gespräch gern mehr über diesen Weg.
Ich begleite dich in Bern und online, mit Kunsttherapie, Hormonyoga und Biografiearbeit, zurück in deine innere Ordnung.
Meine Angebote entdeckenOder schreib mir direkt: info@creaare.ch