Vielleicht hast du schon Yoga gemacht. Vielleicht hat es dir gutgetan: Entspannung, etwas mehr Beweglichkeit, ein Moment der Stille. Aber wenn du in den Wechseljahren bist und auf deine Hormonsymptome wartest, dass sie nachlassen, dann wartest du mit regulärem Yoga oft vergebens. Hormonyoga ist etwas fundamental anderes.
Yoga ist Yoga ist Yoga? Weit gefehlt. Was Hormonyoga von einem Standard-Yoga-Kurs unterscheidet, ist der medizinisch-therapeutische Ansatz: Jede Übung, jede Atemsequenz, jede Visualisierung hat einen klaren physiologischen Zweck. Und dieser Zweck ist es, das endokrine System, also das Hormonsystem, gezielt zu unterstützen.
Warum normales Yoga nicht genug ist
Reguläres Yoga ist wunderbar. Es verbessert Flexibilität, Kraft und Atemkapazität. Es reduziert Stress und fördert Körperbewusstsein. Aber: Es wurde nicht für den spezifischen Kontext hormoneller Veränderungen entwickelt.
Reguläres Yoga
- Allgemeine Kräftigung und Flexibilität
- Stressreduktion durch Entspannung
- Körperbewusstsein und Atemarbeit
- Geistige Stille und Zentrierung
- Keine spezifische Hormonwirkung
- Wirkung: allgemein wohltuend
Hormonyoga
- Gezielte Stimulation der Hormondrüsen
- Aktivierung von Eierstöcken, Schilddrüse, Nebennieren
- Spezifische Atemtechniken mit Druckwirkung
- Tibetische Energieübungen (Kriyas)
- Visualisierungen zur Drüsenaktivierung
- Wirkung: hormonell regulierend
Ein intensiver Vinyasa-Kurs kann Wechseljahresbeschwerden sogar verstärken: Zu viel Hitze, zu viel Belastung, zu viel Anspannung, das Gegenteil von dem, was der Körper gerade braucht. Hormonyoga ist sanft, gezielt und hat einen klaren Fokus.
Was Hormonyoga speziell macht
Hormonyoga wurde in den 1990er-Jahren von der brasilianischen Psychologin und Yogalehrerin Dinah Rodrigues entwickelt. Die Methode kombiniert vier Elemente zu einem einzigartigen System:
- Klassische Yoga-Asanas: Ausgewählte Körperpositionen, die die Durchblutung der Becken- und Bauchorgane fördern, dort, wo Eierstöcke und Nebennieren sitzen
- Pranayama-Atemtechniken: Bhastrika (Blasebalgatmung) und andere kraftvolle Atemübungen, die durch Druckveränderungen im Bauchraum die Drüsen direkt massieren
- Tibetische Energieübungen (Kriyas): Spezifische Bewegungssequenzen, die Prana, die Lebensenergie, zu den endokrinen Drüsen lenken
- Visualisierungen: Geführte mentale Bilder, die die Verbindung von Geist und Drüsen stärken und die Heilungsreaktion unterstützen
Das Wichtigste: Hormonyoga ist keine Methode, die man einmal macht. Sie entfaltet ihre Wirkung durch regelmässige Praxis, idealerweise täglich 20–30 Minuten. Studien aus Brasilien zeigen messbare Veränderungen im Östrogenspiegel bereits nach wenigen Wochen.
Welche Wechseljahres-Symptome Hormonyoga lindern kann
Die Forschung und die Erfahrungen von Tausenden von Frauen weltweit zeigen, dass Hormonyoga bei einer Vielzahl von Beschwerden wirksam sein kann:
Besonders ausgeprägt sind die Effekte bei Hitzewallungen und Schlafstörungen, zwei der belastendsten Symptome der Wechseljahre. Was viele Frauen überrascht: Die Verbesserung kommt oft schneller, als sie erwartet hätten. Manche berichten bereits nach 2–3 Wochen von spürbaren Veränderungen.
"Ich hatte nach 6 Wochen Hormonyoga das erste Mal seit zwei Jahren wieder eine ganze Nacht durchgeschlafen. Ich hatte nicht gedacht, dass Yoga so etwas bewirken kann."Erfahrungsbericht einer Kursteilnehmerin
Muss ich Yoga-Erfahrung haben?
Nein. Hormonyoga ist für Frauen jeden Fitnesslevels und jeder Yoga-Vorerfahrung geeignet. Die Übungen sind an sich nicht schwierig, sie erfordern weder extreme Flexibilität noch besondere Kraft. Was zählt, ist die Qualität der Ausführung und die Regelmässigkeit.
Wichtig ist jedoch: Hormonyoga sollte von einer ausgebildeten Hormonyoga-Therapeutin oder -Therapeuten gelernt werden. Die Kombination aus Atemübungen, Energieübungen und Visualisierungen entfaltet ihre volle Wirkung nur dann, wenn sie korrekt ausgeführt wird. Und gerade am Anfang ist die persönliche Anleitung entscheidend, sie hilft dir, die Übungen wirklich zu spüren statt nur mechanisch auszuführen.
Kontraindikationen gibt es einige: Hormonyoga ist nicht geeignet bei aktiver Endometriose, östrogensensiblen Tumoren, kurz nach einer Operation oder in der Schwangerschaft. Bei Unsicherheiten empfehle ich immer, zuerst mit einer Ärztin zu sprechen.
Hormonyoga in Bern, bei Creaare
Ich bin Maila Marchetta, zertifizierte Hormonyoga-Therapeutin in Bern. Ich biete Hormonyoga sowohl in kleinen Gruppen als auch in individuellen Einzelstunden an, in meinem Praxisraum in Bern und online.
Was mich von einem reinen Yoga-Kurs unterscheidet: Ich verbinde die Hormonyoga-Praxis mit meiner Ausbildung als Kunsttherapeutin und Biographiearbeiterin. Die Wechseljahre sind nicht nur eine körperliche Transformation, sie sind eine Einladung, den eigenen Lebensweg neu zu befragen, alte Muster loszulassen und in die zweite Lebenshälfte mit Kraft und Klarheit zu gehen.
Wenn du das Gefühl hast, dass Yoga "mehr" sein könnte für dich, gezielter, wirkungsvoller, tiefer, dann ist Hormonyoga vielleicht genau das, was du suchst. Ich freue mich, dich kennenzulernen.