Bleierne Müdigkeit: Wenn nichts mehr Kraft gibt

Du hast geschlafen und trotzdem wachst du erschöpft auf. Nicht die Art Müdigkeit, die eine Nacht Schlaf heilt, sondern eine bleierne Schwere, die den ganzen Tag an dir zieht. Du funktionierst, du bringst dein Pensum durch, doch die Freude und die Leichtigkeit sind irgendwo verloren gegangen. Am Wochenende erholst du dich nicht mehr und du fragst dich, was bloss mit dir los ist.

Diese Erschöpfung ist eine der häufigsten und zugleich am wenigsten beachteten Beschwerden der Wechseljahre. In einer Befragung zum Thema Wechseljahre am Arbeitsplatz gab nahezu jede Frau an, sich energielos zu fühlen. Du bist mit dieser Schwere also nicht allein und sie ist kein Zeichen von Faulheit oder mangelndem Willen. Sie hat handfeste Gründe und es gibt einen Weg, der aus ihr herausführt.

Diese Müdigkeit ist anders

Die Erschöpfung der Wechseljahre unterscheidet sich von normaler Müdigkeit. Sie sitzt tiefer, sie lässt sich nicht wegschlafen und sie kommt oft ohne erkennbaren Anlass. Viele Frauen beschreiben sie als eine Schwere in den Gliedern und im Kopf zugleich, als würde die Energie durch ein unsichtbares Leck abfliessen. Genau weil sie so diffus ist, wird sie oft bagatellisiert, von aussen und von den Frauen selbst. Dabei verdient sie, ernst genommen zu werden.

Warum die Energie schwindet

Mehrere Dinge kommen zusammen. Zu Beginn der Wechseljahre sinkt oft das Progesteron, das für Ruhe und guten Schlaf sorgt und das Östrogen gerät ins Schwanken. Der Schlaf wird dadurch flacher und weniger erholsam, was du im ganzen Tag spürst. Zugleich läuft das Stresssystem leichter auf Hochtouren und ein Körper, der innerlich ständig unter Spannung steht, verbraucht enorm viel Energie, ohne dass du dafür etwas Sichtbares tust. Wenn dann noch Schlafstörungen und innere Unruhe hinzukommen, entsteht ein Kreislauf, der sich selbst nährt.

Der Denkfehler, jetzt mehr leisten zu wollen

Die verständlichste und zugleich ungünstigste Reaktion auf Erschöpfung ist der Versuch, sich zusammenzureissen und noch mehr zu leisten. Mehr Kaffee, mehr Disziplin, die Zähne zusammenbeissen. Das funktioniert für kurze Zeit, doch es gleicht dem Versuch, ein leeres Konto durch häufigeres Abheben zu füllen. Ein erschöpftes System braucht nicht mehr Antrieb von aussen, sondern die Erlaubnis, herunterzufahren. Erst wenn der Körper aus dem Daueralarm herauskommt, füllen sich die Reserven wieder.

«Du bist nicht zu schwach für dein Leben. Dein System ist leer und Leeres füllt man nicht durch mehr Anstrengung, sondern durch echte Erholung.»
Maila Marchetta

Kraft schöpfen statt Kraft verbrauchen

Hier liegt der Kern der Arbeit, die ich mit erschöpften Frauen mache. Nicht noch ein anstrengendes Programm, sondern das Gegenteil, ein bewusstes Herunterfahren. Restoratives Hormonyoga arbeitet mit ruhigen, gehaltenen Haltungen und dem Atem und aktiviert gezielt den erholsamen Teil des Nervensystems. Der Körper lernt wieder, was er verlernt hat, nämlich wirklich loszulassen. Das ist keine verlorene Zeit, das ist die Zeit, in der sich die Batterie tatsächlich lädt. Viele Frauen sind überrascht, wie viel Energie zurückkommt, sobald sie aufhören, gegen ihre Müdigkeit anzukämpfen.

Pacing, den Tag anders einteilen

Neben der Erholung hilft ein zweiter, sehr praktischer Zugang, das sogenannte Pacing. Es bedeutet, die Energie über den Tag einzuteilen, statt sie am Morgen zu verausgaben und am Nachmittag zusammenzubrechen. Ein paar Grundgedanken dazu:

Wann du es abklären lassen solltest

Diese Ursachen gehören ärztlich geprüft:

Anhaltende Erschöpfung ist nicht immer allein den Wechseljahren geschuldet. Ein Eisenmangel, ein niedriger Ferritinwert, eine Schilddrüsenunterfunktion oder ein Vitaminmangel verursachen genau dieselbe bleierne Müdigkeit und lassen sich mit einem Bluttest leicht abklären. Wenn die Erschöpfung mit gedrückter Stimmung, Freudlosigkeit und Antriebslosigkeit über Wochen einhergeht, sprich bitte auch darüber, denn dahinter kann eine Depression stehen, die gut behandelbar ist. Ich bin Begleiterin, keine Ärztin und arbeite gern ergänzend zu deiner medizinischen Betreuung.

Deine Erschöpfung ist ein Signal, kein Makel. Dein Körper bittet dich, langsamer zu werden und wieder für dich zu sorgen, statt nur zu funktionieren. Wenn du lernst, Kraft zu schöpfen statt sie ständig zu verbrauchen, kehrt die Energie zurück und mit ihr ein Stück Lebensfreude. Genau diesen Weg gehe ich gern mit dir, in deinem Tempo und ohne Druck.

Wieder Kraft schöpfen.

Restoratives Hormonyoga hilft deinem System, herunterzufahren und aufzutanken. Ich begleite dich zu einem Umgang mit deiner Energie, der trägt, in Bern oder online.

Jetzt Kontakt aufnehmen
Erfahrungen & Bewertungen zu Maila Marchetta | CreAare